Suche mir ja derzeit Noten und Texte zu Stücken zusammen, die ich in der Zeit in Chicago gehört habe. Ein extrem einfaches aber sehr schönes Stück Worship-Musik fand ich auf Youtube wieder – in einer ziemlichen Familienproduktion – niedlich irgendwie
Mein letzter Sonntag in Chicago, auf dem Programm: der Sonntagsgottesdienst in der LGBT-Gemeinde aChurch4Me, über die ich ja schon geschrieben hatte, abends dann die Young Adult Mass in St. Alphonsus, wo man vor allem Leute zwischen 20 und 30 trifft. Aber zurück zum Sonntagmorgen. Es ist der Tag des Chicago Marathon, so dass ich das Auto stehenlasse und mit einigen Umwegen per Metro und zu Fuß im Center on Halsted ankomme. [click to continue…]
Samstagabend in einer ziemlich abgelegenen Gegend in Chicagos Westen, ich bin mit Michael Krause und Patrick Wirges im Jeep unterwegs. Etwas einsam kommt es uns hier schon vor, aber wir kommen sicher an und erleben unseren ersten HipHop Gottesdienst. Die Gegend ist ziemlich schwarz, und die Perspektiven vieler Jugendlicher hier auch. [click to continue…]
Diesen Blogbeitrag schiebe ich seit Tagen vor mir her, weil die Erfahrung des letzten Sonntagvormittags eigentlich kaum sagbar ist. Wo fange ich an? Bei mir selbst, von der Jazz- und Gospelmusik der afroamerikanischen Gemeinde Saint Sabina in Chicago so eingefangen, dass mir schon vor Beginn der Messe die Tränen aus den geschlossenen Augen strömen? Oder bei Reverend Michael Pfleger, katholischer Priester, über 40 mal verhaftet, der es mit Drogendealern und Waffenhändlern aufnimmt, um gegen die Gewalt in seiner Neighbourhood zu kämpfen, Adoptivvater von drei Söhnen? [click to continue…]
Heute nachmittag treffe ich Beth Kraszewski, deren polnischer Nachname vom polnischstämmigen Ehemann kommt, während sie – man ahnt es – aus Irland stammt. Hatte ich schon erwähnt, dass St. Alphonsus ca. 1200 eMailadressen von “jungen Erwachsenen” in seinem ConstantContact Newslettersystem verwaltet und tatsächlich erreicht? Das war die Beth, die hat’s geschafft! [click to continue…]
Gestern stellte mich Cathy zwei besonders mutigen Familienmitgliedern vor: KC (Käyßee) Crino und seine Tochter Allison sind echte Missionare. Von einem Provinzdorf irgendwo in den USA aus brach der Baptistenpfarrer vor mehreren Jahren mit Frau und Kindern nach Mexico Stadt auf, um im Auftrag seiner Kirche zu missionieren. Und das passiert dort vor allem durch Hauskirchen. [click to continue…]
Letzten Donnerstag hatte ich eine Begegnung, die für mich einer der wichtigsten Momente dieser Reise bleiben könnte. Auf Umwegen über verschiedene Blogs über “emerging churches” in der Chicagoland Area hatte ich Chris Coon (41) gefunden, Mac User und Pastor der Urban Village Church – gegründet vor 14 Tagen, mit 12 Gründungsmitgliedern. Ein Verrückter? Gibt es nicht schon genug Kirchen, hier vielleicht sogar zu viele? Ganz so verrückt sah er aber gar nicht aus, antwortete extrem freundlich und hatte Zeit, mit mir zweieinhalb Stunden im Café zu sitzen und zu erzählen… [click to continue…]
Creative Arts Director/Worship Leader (FT)
Are you tired of decaffeinated, predictable, institutionalized, non-revolutionary worship services? Does it thrill you to see people freshly encounter God during a worship gathering? Do you get a special rush out of bringing in ancient elements to enrich an edgy worship experience? [click to continue…]
Zufällig fand ich heute abend im Internet ein paar Details zum Bau von Willow Creek – und einigen anderen interessanten Projekten. Die Firma Acoustic Dimensions, die das Ding technisch ausgestatten hat, scheint ein gefragter Partner der Kirchen zu sein – auch auf dem Petersplatz haben sie die Beschallung geregelt. Ich empfehle ein wenig surfen auf ihren Seiten, das ist wirklich interessant. [click to continue…]
Hier mein Programm für den kommenden Samstagabend:
ThaHouse, eine HipHop Kirche im Westen Chicagos. Falls ich da heile wieder rauskomme, bin ich am nächsten morgen noch mal in der Willow Creek Arena verabredet, über deren technische Ausstattung ich gerade einige interessante Details erkunden konnte…
Diesen griechischen Kerzenladen müssen wir unbedingt noch mal besuchen, wenn er geöffnet hat und wir nicht an den Fenstern kleben müssen. Heute im Angebot: ein sprühbares Aerosol aus Caravaca in Südspanien, Vater, Sohn und Heiliger Geist, 100% legitimo!
Da kriegt das Wort “unglaublich” eine ganz neue Bedeutung
Kaum zu glauben, dass dieser Raum sich im Erdgeschoss eines Hochhauses befindet – übrigens desjenigen, wo oben noch ein Kirchturm draufgebaut ist. Es gibt keine Außenwände, die bunten Fenster sind hintergrundbeleuchtet. Der Pfarrer – kein Katholik – hat seine Wohnung im 11. Stockwerk mit Blick auf den Chicago River. Armer Kerl.
Definitiv für uns nordwesteuropäische Kopfmenschen erstmal schwer zu fassen ist Willow Creek, die als echte Megakirche daherkommt. Ein Riesenkomplex mit Parkplätzen wie ein Einkaufszentrum und zwei Arenen, von denen die größere bis zu 7000 Besucher fasst.
Extrem weit weg vom Erlebnis, das wir heute morgen in der Willow Creek Arena hatten, aber sehr interessant: ein Interview mit dem Geschäftsführer von Willow Creek Deutschland:
Ich dachte, ich hör nicht recht: eine Studenteninitiative mit dem Ziel, an Universitäten die Menschen zu evangelisieren und zum katholischen Glauben zu führen. Sympathische junge Leute, die nach dem Studium statt eines Jobs in der Wirtschaft zwei oder mehr Jahre auf dem Campus leben, um mit Leuten in Kontakt und ins Gespräch über den Glauben zu kommen, sie zur Teilnahme an Gottesdiensten, Gebeten, Anbetung und Beichte zu überreden und zur Teilnahme an Bibel- und Glaubenskursen. Nebenbei erledigen sie noch das Fundraising, denn sie leben nur von Spendern und Sponsoren (“Bitte geben Sie mir 100$ pro Monat, damit ich das Evangelium predigen kann”) – und eine der am schnellsten wachsenden christlichen Initiativen an inzwischen 45 amerikanischen Universitäten. [click to continue…]
Heute nachmittag hatte ich ein gutes Gespräch mit meiner amerikanischen Kollegin Cathy, vor der ich mich hiermit tief verneige, da – Hand auf’s Herz – ich nur wenige dermaßen coole und Web 2.0 kompatible Frauen ihrer Generation im kirchlichen Dienst kenne, die so selbstverständlich mit kontemporären Medien umgehen wie sie. Über die “burning Person” Pastoral Associate Cathy könnte man noch viel anderes beeindruckende berichten, aber für heute abend nur ein kleiner Einblick, wie hier von ihr die Kommunikation mit der Gemeinde organisiert wird. [click to continue…]
Über dieses Thema müsste man eigentlich einen langen Artikel oder einen Stapel Bücher schreiben oder lesen – trotzdem wage ich es, nur einen kleinen Impuls zu setzen.
In den USA gibt es anders als bei uns keine Kirchensteuer. Dadurch ist vieles anders, nicht alles besser, aber vieles sehr aufschlussreich. An diesem Wochenende veröffentlichte die Pfarre St. Alphonsus ihren jährlichen Bericht, in dem man nicht nur nachlesen kann, wieviele Taufen und Hochzeiten etc. es gegeben hat, sondern auch, wie die Einnahmen und Ausgaben der Pfarre aussahen. [click to continue…]
Eine der beliebtesten Veranstaltungen (neben dem Oktoberfest) der Pfarre St. Alphonsus ist das Speed-Dating. Die Tickets werden derzeit heiß gehandelt (30$) und ermöglichen die Teilnahme an einem Abend mit 150 Gästen – 75 männlich, 75 weiblich, alle Singles (hoffentlich! )
Die Mädels sitzen an Tischen, die Jungs (alles young adults in den 20ern und 30ern) kreisen nach einem festen System, gehen nach einem kurzen Chat (3 Minuten) weiter zum nächsten Tisch. Du lernst 75 Leute kennen, [click to continue…]
Wow, das ist missionarisch, wie? Für uns Skandinavier im Glauben ein ganz schöner Brocken, so ein pathetisches Werbevideo für die katholische Kirche. Es hat aber nicht nur mit der fehlenden Kirchensteuer hier in den USA zu tun, dass solche “gefühlvollen” Fernsehspots gesendet werden. [click to continue…]
Herzliche Grüße aus Chicago, wo ich gestern gut angekommen bin. Mit Patrick habe ich mir am Flughafen einen brandneuen Jeep (181 Meilen gelaufen, Sommerangebot von holiday autos über den ADAC) gemietet, der uns sicher in die Stadt brachte. Patrick ist in St.Clement, ich selbst in St.Alphonsus (1429 W. Wellington, Chicago, IL 60657), wo mich Father James sofort extrem freundlich begrüßte, mir alles zeigte (WLAN im Zimmer, Gottseidank!) und mich auf einen Burger und ein Bier in einer netten Kneipe in der Nachbarschaft einlud, wo wir ganz nebenbei auch gleich die Kellnerin zum Young Adult Gottesdienst am Sonntagabend einladen konnten, die ebenfalls neu in Chicago auf der Suche nach einer Gemeinde ist.
Es ist für alles gesorgt, der Kühlschrank ist voll, wenn ich etwa benötige, schreibe ich es auf die Einkaufsliste, die Gastfreundschaft ist überwältigend. Nachdem ich mit der dennoch selbstmitgebrachten Espressokanne meinen Kaffee genossen habe, treffe ich gleich Patrick auf einen ersten Ausflug in die Stadt. Auf dem Foto übrigens die Perspektive vom Dach des Rectory, des Pfarrhauses, in dem ich untergebracht bin. Heute nachmittag erwartet mich Cathy Crino, die in St.Alphonsus als Pastoral Associate (Pastoralreferentin) arbeitet.
Ich hoffe, Euch zuhause geht es gut und Ihr genießt den Indian Summer in NRW genauso wie ich hier in der windy city!